| Vision Bahnhof |
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Interessengemeinschaft Unstrutbahn setzt sich für Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes in Donndorf ein In Fahrt bleibt die Interessengemeinschaft Unstrutbahn, damit für die Strecke Artern-Nebra nicht endgültig der Zug abgefahren ist. Zum jüngsten Treffen in Donndorf rückten Zukunftsvisionen für den vom Verfall bedrohten denkmalgeschüt-zen Bahnhof in den Blick. Von Petra HELLNER DONNDORF. Markant sind sie, jeder auf seine Weise (abgesehen vom teils schlechten Zustand), die Bahnhöfe zwischen Nebra und Artern. Dort rollt, Thüringen bestellte trotz anderer Zusagen die Strecke nicht mehr, seit 10. Dezember '06 kein Zug mehr. Schon zuvor standen die Bahnhöfe, mit Ausnahme von Roßleben, wo der Unstrutkoch seine Gäste verwöhnt, und Artern, wo die Modellbahnfreunde einzogen, leer. Im gleichen Stil, und doch jeder anders, wurden die Bahnhöfe an der Strecke Naumburg-Artem vor 100 Jahren gebaut. In Artern, Reinsdorf, Gehofen, Donndorf, Roßleben stehen Bahnhofsgebäude an der Unstrutbahnstrecke. Sitz der IG Unstrutbahn war von Beginn an Donndorf, dem zentralen Punkt auf dem Streckenabschnitt. Zudem ist dieser Bahnhof besonders ortsbildprägend. Während Hurrikan KyrUl Dachziegeln lockerte, ist die Substanz gut. Und sieht man vom späteren Aufbau eines Geschosses ab, ist der Anblick fast wie vor 110 Jahren. Noch. Der Leerstand hinterlässt erste Spuren. In der "Bauernstube" traf sich Samstag die Interessengemeinschaft Untrutbahn "auf der Suche nach einer Zukunft für den denkmalgeschützten Bahnhof Donndorf". Die IG möchte, so Vorsitzender Thomas Müller, einen Vereinstreffpunkt mit einer kleine Sammlung zur Geschichte der Unstrutbahn einrichten. Bürgermeisterin und MdL Gudrun Holbe (CDU) versicherte weiteres Bemühen um den öffentlichen Nahverkehr und die Attraktivitätssteigerung der Bahnhöfe, berichtet Christof Rommel von der IG Unstrutbahn. Problematisch sei für die Beantragung von Fördermitteln des Landes auch für Donndorf, dass hier keine Züge mehr halten. Auch die Gemeinde versuchte bereits, neues Leben in den Bahnhof zu kriegen. Sie sprach sich dafür aus, dass Gemeinde und IG mit neuen Kooperationspartnern dran bleiben sollten, um den Bahnhof einer Nutzung zuzuführen. Die Vereinsmitglieder wollen mit Rat und Tat bei der Umsetzung unterstützen, denn, so waren sich alle einig, der Bahnhof in Donndorf darf nicht dem Verfall preisgeben werden. Neu ist das Nutzungsbemühen nicht. Das Projekt eines ökologischen Jugendhotels scheiterte vor Jahren an den Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG. Nach der Einstellung des Personenverkehrs und der Ausschreibung der Streckeninfrastruktur (TA berichtete) bestehe nun aber akuter Handlungsbedarf, da das reizvolle und ortsbildprägende Gebäude ansonsten dem Verfall und Vandalismus ausgeliefert wäre, so Rommel. (Aus Thüringer Allgemeine/Artern 06.03.2007) |