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Erster Schülerzug rollte gen Naumburg PDF Drucken E-Mail

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Züge für Klosterschule PDF Drucken E-Mail

 

Aus dem Heimat-Echo vom 13.12.2012

 
Sonderzug für Klosterschüler ab Roßleben PDF Drucken E-Mail

Ferdinand Fischer hat es geschafft: Am 21. Dezember rollt auf den Gleisen der Unstrutbahn der erste Zug, der Internatsschüler aus Roßleben nach Naumburg zu ihren Anschlusszügen bringt. Seit dem vergangenen Jahr beschäftigt sich der Zwölftklässler im Rahmen einer Seminarfacharbeit und von "Jugend forscht" intensiv mit dem Nahverkehr im Kyffhäuserkreis.

VON GRIT POMMER

Roßleben. Dabei versucht er auch, ein ganz konkretes Problem der Klosterschüler zu lösen: Die Busse der Verkehrsgesellschaft Südharz sind nicht immer so perfekt mit den Fahrplänen der Deutschen Bahn verknüpft, dass die Internatsschüler freitags nach dem Unterricht flott zu ihren Anschlusszügen nach Artern, Nebra und Naumburg kommen. Teilweise verpassen sie die Züge um Minuten.

Die Klosterschule setzte deshalb eigene Sammeltaxen ein. Das muss besser gehen, dachte sich Ferdinand Fischer und kam auf die Idee, die Strecke der Unstrutbahn zu nutzen. Die führt durch Roßleben, ist aber seit Jahren für den öffentlichen Personennahverkehr abgemeldet. Über die Interessengemeinschaft Unstrutbahn ließ Fischer mehrere Sonderzüge bestellen, die an Freitagen vor den Ferien von Roßleben nach Naumburg rollen. Der erste soll nun am 21. Dezember um 13.33 Uhr am Bahnhof in Roßleben starten. Auch alle anderen Bürger können dafür übrigens eine Karte lösen und mitfahren.

 
Flexibler Rufbus statt sinnloser Leerfahrten PDF Drucken E-Mail

Das System der Rufbusse muss sich im Kreis erst noch etablieren. Archivfoto: Nico Kiesel

VON KERSTIN FISCHER

Wie funktioniert der "vollflexible" Rufbus? Was kostet die Fahrt? Wer kann ihn rufen? Ein neues Angebot ist das eine - seine Umsetzung in der Praxis das andere.

Artern. Das weiß auch die Verkehrsgesellschaft Südharz (VGS), deshalb gibt es in diesen Tagen etliche Infoveranstaltungen. Nach dem Auftakt beim Seniorennachmittag in Hauteroda am Dienstag in Artern. Um 10 Uhr sahen sich Carolin Thiele und Sylvia Kern vom Marketing der VGS weitgehend allein im Raum 1 des Rathauses. Joachim Mühler ist da und dann noch eine Geschäftsfrau aus Artern, die jeden früh den Bus von Reinsdorf nimmt und nun irritiert ist über den Wegfall der Verbindung in den Ferien.

Ein klarer Fall für den Rufbus, sollte man meinen. Doch Monika Limberg findet nichts davon im Fahrplan. Müsste der Rufbus nicht Gelb hinterlegt sein? "Damit ist der normale Rufbus gekennzeichnet", klärt Carolin Thiele die Reinsdorferin auf. Ein Hinweis auf den flexiblen Rufbus findet sich deshalb nicht in der Tabelle, weil der Rufbus so flexibel ist, dass er an keine Zeit gebunden ist.

Lernprozess auf beiden Seiten

Einerseits gut, dass es das neue Angebot gibt. Andererseits muss man das erst einmal wissen, um es überhaupt nutzen zu können. Die Geschäftsfrau, die gleich wieder zurück in den Laden muss, geht beruhigt. Genau darum reisen Carolin Thiele und Sylvia Kern durch die Region. "Auch die Hemmschwelle ist oft groß", weiß Sylvia Kern. "Viele Leute haben ein schlechtes Gewissen, weil sie denken der Bus fährt nun allein ihretwegen". Dabei sei das Gegenteil der Fall: Die Linien sollen erhalten bleiben. Aber nicht mit sinnlosen Leerfahrten. Genau hier hakt Joachim Mühler ein. Er ist extra aus Bad Frankenhausen gekommen - mit dem Bus. Service, sagt er, gut und schön. Linienfahrten, die sich am Schulbusverkehr orientieren, auch ok. "Aber die anderen Fahrgäste darf man nicht vernachlässigen", findet er.

Dass ein Rufbus nun sogar schon am Vormittag eingesetzt werden muss, kann er nicht nachvollziehen. Viele Verbindungen seien zerstückelt worden oder entfielen ganz. Aus mancher Zweistundenfahrt ist heute ein Halbtagesausflug geworden. Wer, fragt er, soll sich so etwas noch antun? Mit Inkrafttreten des neuen Fahrplans habe er auch wieder "rapide Verschlechterungen" feststellen müssen. Dabei könne man Leute doch nur zum Busfahren bewegen, wenn man ihnen Angebote macht. Es bewegt ihn, das ist Mühler anzumerken. Er nimmt gern den Bus, wenn es sich anbietet, sagt der Frankenhäuser, der sich auskennt mit Linien und Fahrzeiten, routiniert im Fahrplanheft blättert und gezielt fragt.

Als verwirrend und wenig kundenfreundlich empfindet er auch die verschiedenen Rufnummern für den Rufbus. Drei Stück gebe es: Eine mit Vorwahl Magdeburg, eine mit Vorwahl Hettstedt und eine Mühlhäuser. Als Grund führen die Frauen von der VGS, die gemeinsam mit der Busgesellschaft Unstrut-Hainich/Kyffhäuser den Kreis bedient, die Gemeinschaftslinien an. Vieles lässt sich im direkten Gespräch klären, einige Fragen nehmen die Frauen auch mit. Es ist ein neuer Service mit einem Lernprozess. Auf beiden Seiten. Auch aus diesem Grund freuen sie sich über Anregungen, Einladungen und volle Häuser auf ihren Informationsveranstaltungen.

(Aus der Thüringer Allgemeine/ Ausgabe Artern vom 11.12.2012)

 
Für Umgehung im Osten nun Bebauungsplan PDF Drucken E-Mail

VON HELGA HEILIG 

NAUMBURG. In der Naumburger Stadtverwaltung hält man an den Vorstellungen fest, in Naumburg-Ost eine Entlastungsstraße zu bauen. Die Landesstraße 204 soll aus Richtung Schönburg über den Linsenberg zur Kroppentalstraße führen und dann weiter bis zur Weißenfelser Straße verlaufen. Um die Landesstraße 204 "umlegen" zu können, ist ein Bebauungsplan notwendig. Den Aufstellungsbeschluss dafür hat der Naumburger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

In der Begründung dazu heißt es unter anderem: Da der aus Richtung Schönburg kommende überörtliche Verkehr auf der Landesstraße 204, der derzeit durch die Stadt geführt wird und die teilweise sehr hohe Verkehrsbelastung noch verstärkt, wird eine neue Trasse vorgesehen. Sie soll diesen Verkehr durch die Gewerbegebiete nördlich und südlich der Kroppentalstraße über die Bahntrasse Naumburg-Teuchern auf die Bundesstraße 87 führen.

Die neue Streckenführung könnte ausgehend vom Linsenberg in Höhe Gerberstein in südliche Richtung durch das Gewerbegebiet über die Kroppentalstraße hinweg, weiter über die Fläche des ehemaligen Heereszeugamtes, über den Bahnübergang auf die Geringstraße bis zur Weißenfelser Straße führen. "Die Landesstraßenbehörde unterstützt dieses Vorhaben", so Oberbürgermeister Bernward Küper (CDU) vor dem Gemeinderat. Es wird damit argumentiert, dass die Ableitung des überörtlichen Verkehrs zu einer deutlichen Entlastung der Wohnungsbebauung führen würde, die die derzeitige Trasse in weiten Strecken (Linsenberg, Schönburger Straße, Rosa-Luxemburg-Straße) säumt. Auch die Belastungen in der Weißenfelser Straße könnten "deutlich reduziert" werden.

Eine in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie habe ergeben, dass im Einmündungsbereich am Linsenberg ein größerer Bedarf an Fläche nötig werde, als ursprünglich erwartet. Deshalb sei die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig. Wann der Plan allerdings in die Realität umgesetzt wird, steht in den Sternen. Bislang wurde nämlich die Bahnstrecke Naumburg-Teuchern offiziell noch nicht stillgelegt.

(Aus dem Naumburger Tageblatt vom 10.12.2012)

 
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