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Ohne Haushalt geht gar nichts |
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Seit Jahren kümmern sich kompetente Leute der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) im Regionalmanagement Kyffhäuserkreis darum, dass es in der Region wirtschaftlich und touristisch vorwärts geht. Wird der Haushalt des Kreises 2007 nicht oder viel zu spät beschlossen, könnte es schon sehr bald vorbei sein mit dieser geförderten Hilfe. KYFFHÄUSERKREIS. Kirchturmdenken blockiert die Umsetzung wichtiger Vorhaben und schwächt die Entwicklung des ganzen Kreises. Das insbesondere, wenn Kommunen nur so vergleichsweise wenige Einwohner haben wie hier. Das seit 2003 laufende Regionalmanagement, das hiesige Wirtschaftsförderung mit der LEG Thüringen betreibt, ist ein gutes Beispiel dafür, dass es auch anders gehen kann. Durch die Einbeziehung verschiedener Institutionen und ein Handeln über Gemeindegrenzen hinweg konnten einige bedeutende Projekte auf den Weg gebracht werden. Dazu gehören die Industriegroßfläche, die touristische Beschilderung, die Attraktivitätsverbesserungen am Kyffhäuser und der Regionale Bauernmarkt in Braunsroda ebenso wie die Ausweitung des touristischen Angebotes um den GeoPark Kyffhäuser oder das Wasserwandern auf der Unstrut. Ein angenehmer Nebeneffekt war bislang, dass die Kosten für das Regionalmanagement fast ausschließlich vom Thüringer Wirtschaftsministerium getragen wurden. "Der Kreis bringt nur jeweils 20 Prozent als Eigenanteil auf", bestätigt Regina Kirchner, Leiterin der Wirtschaftsförderung des Kreises. Während also die Städte und Gemeinden einen nicht zu unterschätzenden Nutzen aus der Umsetzung regional bedeutender Projekte ziehen, fallen bei ihnen selbst keine Kosten an. "Zudem erfordert die effiziente Wirtschaftsförderung bei den kleingliedrigen Strukturen ein gemeindeübergreifendes Handeln", ist sich Kirchner sicher. Kaum jemand im Kreis möchte also, dass das im Juni 2007 auslaufende Regionalmanagement von unserer Bildfläche verschwindet. Konkrete Vorstellungen über Projekte, die ab Juli umzusetzen sind, liegen längst vor. "Die rein privat finanzierte Errichtung des GeoLiftes am Kyffhäuser, die Verwertung der Industriegebiete in Greußen, Ebeleben, Ringleben und Roßleben sowie der Industriegroßfläche Artern, die Stärkung der touristischen Bedeutung von Bad Frankenhausen sowie die Nachnutzung der stillgelegten Gleisanlagen der Kyffhäuser- und Unstrutbahn sind unbedingt voran zu bringen", so Dr. Reinhard Scholland, Chef des Regionalmanagements. Einige dieser Projekte sind bereits bestens vorbereitet, so dass sich bei zügiger Fortsetzung schon bald Umsetzungserfolge ergeben könnten. Derweil bemüht sich der Kreis intensiv darum, die günstigen Finanzierungskonditionen des Regionalmanagements weiter beibehalten zu können. "Nach Gesprächen im Wirtschaftsministerium bin ich sehr zuversichtlich, dass wir noch bis September 2008 eine ähnlich hohe Förderung bekommen könnten wie bisher", ist sich Kirchner sicher. Doch ohne Eigenanteile vom Kreis läuft nichts. "Wir haben alles Nötige dafür in den Haushalt gepackt. Doch wenn der vom Kreistag am 9. Mai nicht beschlossen wird, wird es nichts mit der kostengünstigen Hilfe des Regionalmanagements", so Landrat Peter Hengstermann (CDU). (Thüringer Allgemeine/Artern 26.04.2007, Hervorhebung IG Unstrutbahn) |
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Wegweiser zur "Arche Nebra" |
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Gute Zusammenarbeit mit Thüringer Ämtern - Wanderparkplatz eingeweiht Rossleben/jos. Hier funktioniere eigentlich immer noch das, was seit Jahrzehnten durch die Arbeitsplätze, durch Sport und Kultur und persönliche Beziehungen zusammengeschmiedet wurde, meinte Landrat Harri Reiche zur Zusammenarbeit zwischen den Kommunen beidseitig der Grenze von Burgenland- und Kyffhäuserkreis. Mit Blick auf die entstehenden Sehenswürdigkeiten am Fundort der Himmelsscheibe übergab Reiche in dieser Woche am Roßlebener Schwimmbad eine rustikale Sitzgruppe für den Wanderparkplatz, der nur etwa vier Kilometer vom Mittelberg bei Wangen entfernt ist. Der Sensationsfund hat die Region laut Reiche bereits ein Stück voran gebracht. Ohne ihn wären gerade die Straßen im Bereich Wangen und Nebra noch nicht im derzeitigen Zustand. Nach der Einweihung der "Arche Nebra" und des Aussichtsturms rechne man mit mehr als 100 000 Touristen jährlich. Das bringe schon einige logistische Probleme, die auch Roßleben und Wiehe mitschultern müssten. Angesichts der Besucherströme sieht der Landrat auch noch kein endgültiges Aus für die Unstrutbahn. Die "Besucher über Busse, Pferdekutschen, Boote oder andere Verkehrsmittel nach Wangen zu transportieren, werde sicherlich ein Kraftakt, doch organisierbar. Große Bauchschmerzen bereite ihm aber die Gastronomie, die in keiner Weise auf die Versorgung und die Unterbringung so zahlreicher Gäste eingerichtet sei. Hier müsse unbedingt noch einiges geschehen. Harri Reiche freute sich vor allem über die Einwohner der Anliegergemeinden, die den touristischen Aufschwung nicht nur begrüßen, sondern bei der Gestaltung der Ortseinfahrten auch kräftig Hand anlegen würden. Iris Breuer, Geschäftsführerin des Naturparks Saale-Unstrut-Triasland, verwies auf die gute Zusammenarbeit mit den Thüringer Behörden. Man habe bereits die zuführenden Landesstraßen flächendeckend mit Hinweisschildern zur "Arche Nebra" ausgestattet. Die Weichen dafür seien auch bereits bezüglich der künftigen Autobahnabfahrten der A 38 und der A 71 gestellt. Roßlebens Bürgermeister Rainer Heuchel überreichte dem Landrat anlässlich der Einweihung des Wanderparkplatzes einen gravierten Wanderstock. Auch er sprach von großen Hoffnungen, die man auf die millionenschwere touristische Investition im Nachbarkreis setze. (Mitteldeutsche Zeitung/Nebra 20.04.2007, Hervorhebung IG Unstrutbahn) |
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Zug zum Himmelsscheiben-Erlebniszentrum könnte Wirklichkeit werden Im Juni öffnet in Wangen bei Nebra das Himmelsscheiben-Erlebniszentrum "Arche Nebra". Zehntausende Besucher werden erwartet - nur die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel wurde vernachlässigt, informiert die Interessengemeinschaft Unstrutbahn: Obwohl seit über 110 Jahren die Unstrutbahn durch den Ort fuhr, endet sie seit Kurzem bereits in Nebra. Statt die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisenden Besucher in Nebra in den Bus umsteigen zu lassen, ist es machbar, in Wangen einen Haltepunkt einzurichten. Die Züge müssten nur drei Kilometer weiter fahren. Jetzt hat die Interessengemeinschaft Unstrutbahn vor Ort ihr Konzept für die Einrichtung eines Bahn-Haltepunkts in Wangen vorgestellt. Dazu hatte man Vertreter der beteiligten Interessengruppen und Institutionen zur Diskussion eingeladen. Der Vorsitzende der IG, Thomas Müller, präsentierte Überlegungen, wie das Vorhaben umgesetzt werden kann. Er entwarf ein konkretes Bild des künftigen Haltepunkts und berichtete, dass er von namhaften regionalen Firmen Unterstützung bei der Umsetzung des Vorhabens zugesagt bekommen hat. Er betonte, dass jetzt die Einrichtung des Haltepunktes besonders günstig ist und zur Verminderung des zu erwartenden Verkehrschaos nach Eröffnung des Himmelsscheibenzentrums beitragen wird. In der Beratung wurden anerkennende Worte aber auch Bedenken geäußert. Als schwierig für eine schnelle Umsetzung des Projekts wurde vor allem die Überwindung formaler und rechtlicher Hürden genannt. Hierzu meinte der anwesende Vertreter des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) aber, dass es Möglichkeiten gebe, Verfahren zu beschleunigen. (Thüringer Allgemeine/Artern 11.04.2007) |
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Bahnfreunde stellen Hinweisschild auf |
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Kontakte mit privaten Anbietern zu Unstrutstrecke Nebra/jos. Thomas Müller und Klaus Pollmächer von der Interessengemeinschaft (IG) Unstrutbahn haben am Bahnhof Nebra ein Schild gesetzt, das auf den Bushalteplatz am Ortsausgang in Richtung Zingst verweist. Bisher gab es für Ortsunkundige keinen Hinweis auf die Haltestelle, die etwa 400 Meter entfernt ist. Besonders ältere Reisende, die auf den Bus umsteigen müssen, klagen zudem über die Entfernung zur Bushaltestelle. Die Interessengemeinschaft werde ihr Wirken für die Erhaltung der Eisenbahnstrecke zwischen Nebra und Artern nicht einstellen, betonte Thomas Müller, der Vorsitzende der IG, der Probleme bei der Verkehrsanbindung des Erlebniszentrums Himmelsscheibe sieht. Die Parkmöglichkeiten in Wangen seien nicht ausreichend. Letztlich müsste auf Parkmöglichkeiten in Nebra oder Roßleben zurückgegriffen werden. Es wäre weitaus effektiver, die Bahnlinie, die gegenwärtig beim Kilometer 31,8 endet, bis Wangen zu verlängern. Das wären ganze drei Kilometer für einen effektiven Pendelverkehr. Dort brauchte man nur einen Bahn-Haltepunkl zu installieren. Die Interessengemeinschaft habe bereits mit Unternehmen der Region Verbindung aufgenommen, welche das nötige Material spenden würden. Während der Zusammenkunft wurde auch bekannt, dass die Verladerampe am Bahnhof Nebra abgerissen werden soll, um Platz für einen Busbahnhof mit Wendeschleife zu schaffen. Das letzteWort über die Unstrutbahn sei noch lange nicht gesprochen, so Müller. Neben Sonderfahrten zum Freyburger Winzerfest, liefen bereits Gespräche mit privaten Eisenbahngesellschaften, die sich einen Verkehr mit Triebwagen im Unstruttal schon vorstellen könnten. (Mitteldeutsche Zeitung/Nebra 11.04.2007) |
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Angeklickt: Bürgerbahn könnte Touristen locken |
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Fast 118 Jahre ist die Unstrutbahn alt und verbindet auf 55,5 Kilometern Naumburg und Artern miteinander. Nur seit Dezember fährt auf dem Thüringer Stück Nebra-Artern kein Wagon mehr. Deshalb setzt sich unter http://www.unstrutbahn.de eine eigens gegründete Interessengemeinschaft für die Bahn ein. Gleich auf der Startseite wirbt die Site für ein Treffen am 14. April im Landgasthof Karsdorf. Dabei soll das Konzept einer "Bürgerbahn" vorgestellt und diskutiert werden, das möglicherweise mit EU-Fördermitteln umsetzbar wäre. Außerdem wird auf der Website die Idee vertreten, die Bahn zumindest bis Wangen fahren zu lassen. So wäre eine touristische Zugverbindung zum neuen Erlebniszentrum "Himmelsscheibe Nebra", das im Juni eröffnen soll, möglich. Großes Ziel bleibt aber, dass die Unstrutbahn in ihrer ganzen Länge wieder befahren wird. Denn die Eisenbahnfreunde fürchten, dass sonst auch der verbliebene Streckenteil keine dauerhafte Zukunft hat. Deshalb beäugen die Bahnfreunde auch jede Veränderung auf der Strecke. Fotos zeigen, dass auf einer Teilstrecke neuerdings wieder Güterwagen unterwegs sind. Bauarbeiten an den Gleisen in Freyburg sind ebenso festgehalten. Aber auch die roten Sperrschilder, die den Thüringer Streckenteil stilllegen, sind zu sehen. Eine Streckenkarte zeigt das Unstruttal, in dem die Schienen den Fluss zweimal queren. Die Geschichte ist angereichert mit historischen Postkarten und Fahrplänen. Jedoch wird nicht klar, wie viele Fahrgäste die Unstrutbahn genutzt haben. Vielleicht liegt es daran, dass der Hauptzweck der Bahn der Gütertransport war. Zu DDR-Zeiten sollen demnach bis zu 30 Güterzüge am Tag unterwegs gewesen sein. Doch die ebbten nach der 100-Jahr-Feier im Jahr 1989 ab, als die einstigen Großbetriebe an der Strecke verschwanden. Von Carsten Heuke (Thüringische Landeszeitung (TLZ)/Rubrik PC + Internet 05.04.2007) |
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