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VCD Elbe-Saale: Burgendlandkreis fördert Autoverkehr PDF Drucken E-Mail
VCD Elbe-Saale: Burgendlandkreis fördert Autoverkehr

Der Burgenlandkreis hat im September 2007 einen Antrag zur Errichtung von 103 PKW Stellplätzen in Wangen gestellt – der "Wochenspiegel" informierte darüber am 21.11.07 – und damit die Weichen für noch mehr Autoverkehr gestellt.

Die Anreise mit der Bahn ist demgegenüber kaum möglich. Der nächste Bahnhof ist im etwa 5 km entfernten Nebra. Von dort fährt zwar stündlich ein Bus, allerdings mit bei der Anreise einer viertel bzw. bei der Abreise einer halben Stunde Aufenthalt. So ist die Anreise mit dem Zug sehr unattraktiv. Zumal der Zugverkehr aus Richtung Artern vom Freistaat Thüringen abbestellt wurde. Dabei führt die Bahnlinie direkt durch Wangen, weniger als 1 km entfernt von der Arche. Mit einem Haltepunkt dort wäre die Arche in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar! Und dafür braucht nicht einmal eine Weiche gebaut zu werden!

Die Arche Nebra hat gute Chancen eine besucherstarke touristische Attraktion zu werden. Die Anreise mit PKWs wird zu deutlichen Belastungen der Bewohner von Wangen führen. Der VCD Elbe-Saale fordert den durchgehenden Bahnverkehr von Naumburg nach Artern und einen Haltepunkt in Wangen. Nur so ist man wirklich auf einen Besucheransturm vorbereitet.

Als Noah seine Arche baute handelte er vorausschauend und hoffnungsvoll. Und während zunehmend mehr Politiker aller Fraktionen den Klimawandel wirklich ernst nehmen, handelt der Burgenlandkreis davon unbeeindruckt nach dem Motto "Das machen wir schon immer so." Und stellt damit ganz bewußt die Weichen in Richtung Verstärkung des Klimawandels.

Leipzig, am 13. Dezember 2007
 
(Internetseite VCD-Elbe-Saale)
 
Bessere Verknüpfung PDF Drucken E-Mail

Von Sascha HOLLANDS

KYFFHÄUSERKREIS. Mit Linienbussen sind zwar alle Städte und Gemeinden im Kyffhäuserkreis zu erreichen, doch es hapert am Angebot in den Ferien und an der Fahrzeit nach Sondershausen. Unter anderem wird dies im Nahverkehrsplan 2007 bis 2011 für den Kyffhäuserkreis festgestellt. Auch die Verknüpfung der Linien sowie zwischen Bus und Bahn muss demnach verbessert werden.

Bahn-Kunden kennen das: Wer am Bahnhof aussteigt und mit dem Bus weiterfahren muss, hat mitunter Pech, weil entweder der Bus schon fort ist oder weil man lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss. Wenn man überhaupt in einer Gegend im Kyffhäuserkreis wohnt, die noch einen Bahnanschluss hat: Denn nach dem Ende der Kyffhäuserbahn und Unstrutbahn sind ganze Kommunen der Region vom Bahnverkehr praktisch abgeschnitten. Denn während es früher 47,3 Prozent der Bevölkerung im Kreis waren, die es maximal nur einen Kilometer zu einem Bahnzustieg hatten, sind es durch die Abbestellung der beiden Zugstrecken nur noch 18,5 Prozent - Sondershausen nicht mitberücksichtigt. Das geht aus dem Nahverkehrsplan 2007 bis 2011 für den Kyffhäuserkreis hervor, den Dr. Ralf Günzel vom Berliner Verkehrsplanungsbüro "Proziv" im Kreistag vorstellte. Ihm zufolge nutzen im Kreis nur etwa 2125 Reisende an einem durchschnittlichen Werktag den Schienenverkehr - ein bedenklicher Wert, sagt er.

Aber auch im Busverkehr gehen Kundenzahlen in der Region zurück: von 2003 bis 2006 um ein Fünftel. Dieses Jahr bis 2009 gebe es hier aber eine Stabilisierung, "ein positives Zeichen", so Dr. Günzel.

Um dennoch den Nahverkehr in der Region zu verbessern und attraktiver zu machen, sollen nach Ansicht des Planers die Buslinien untereinander sowie Bus und Bahn stärker verknüpft werden. Und bei Letzterem gebe es zum Beispiel in Sondershausen Verbesserungsbedarf, heißt es in dem Papier. So sollen die Buslinien auf diesen Knoten und auch auf die Bahnhöfe Artern und Heldrungen ausgerichtet werden. Vor allem baulich muss dazu aber noch in Artern und Heldrungen in Verknüfungspunkte investiert werden - laut Nahverkehrsplan zusammen etwa 1,1 Millionen Euro.

Eine Verbesserung des Angebotes verspricht sich Dr. Günzel aber auch von einer Staffelung der Unterrichtszeiten an den Schulen in der Region, um die Busse für den Schülertransport effektiver einsetzen zu können. Durch eine Abstimmung dieser Zeiten könnten Busse eingespart, die Fahrzeiten der Kinder aber verkürzt und mitunter auch mehr Busfahrten angeboten werden, erklärte er. Ein Vorhaben, für das aber die Schulen gewonnen werden müssen.

Unterdessen schlug Kreistagsmitglied Gudrun Holbe (CDU) einen Express-Bus für eine bessere Anbindung des Ostteils des Kreises an Sondershausen vor, mit Haltepunkten nur in Roßleben, Artern und Bad Frankenhausen. Willi Willomitzer (CDU) plädierte für eine touristische Buslinie, die den Bahnhof Heldrungen mit der Modellbahn in Wiehe und der Himmelsscheibe in Nebra verbindet. "Das bietet sich an", erklärte er. Das sei in die Planungen bereits aufgenommen, antwortete Dr. Günzel.

Über allem schwebt aber das Ziel, den Kreiszuschuss in den Busverkehr unter 1 Million Euro zu halten. Es gebe Möglichkeiten, dies ohne weitere Angebotsreduzierung zu schaffen, so Günzel.

(Thüringer Allgemeine/Sondershausen 07.12.2007)

 
Schnittstellen: Neuer Anlauf PDF Drucken E-Mail

Ausbau der Unstrutbahnstrecke -
Nasa will Freyburg und Laucha neu ins Boot holen

Nachdem Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (Nasa) und Deutsche Bahn (DB) sich zum Erhalt der Unstrulbahn bekannt haben, soll die Strecke ertüchtigt werden. Dazu gehört die Umgestaltung der Bahnstationen in Freyburg und Laucha zu Umsteigestellen zwischen Bus und Bahn. Die Kommunen sollen sich beteiligen.

Von unserem Redakteur GERD STÖCKEL

Freyburg/Laucha. Großer Aufmarsch der Bahnexperten im Freyburger Stadtrat. Zur Sitzung am Dienstag waren zwei Vertreter der Nahverkehrsgesellschaft und je ein Vertreter von DB Service und DB Netz angereist, dazu ein Vertreter des Wirtschaftsamtes des Burgenlandkreises. Gekommen waren auch Lauchas Bürgermeister und mehrere Lauchaer Stadträte. Nasa und DB legten Vorstellungen zur Ertüchtigung der Unstrutstrecke dar. Die Unstrutbahn ist mit den Strecken Naumburg-Teuchern-Zeitz und Weißenfels-Zeitz eine von drei, die im Nahverkehrsplan des Landes stehen. Sie erschließt ein Gebiet von 15 000 Einwohnern, dazu touristische Attraktionen und wichtige Betriebe. Auf die Gesamtstrecke zwischen Naumburg und Nebra umgerechnet wird sie täglich von 350 Fahrgästen genutzt, so Peter Panitz von der Nasa.

Die Fahrgastzahl sei durch Zählungen ermittelt und stichhaltig. Ausreichend aber sei sie nicht, so Panitz weiter. Um Fahrgäste zu gewinnen, kommen die Umsteigestellen zwischen Bus und Bahn, die so genannten Schnittstellen in Laucha und Freyburg, wieder auf den Tisch. Insbesondere in Laucha, wo Buslinien von der Finne ans Schienennetz angebunden werden sollen, sei eine solche Schnittstelle sehr wichtig, machte Panitz deutlich. Zu den Schnittstellen hatten sich beide Kommunen schon vor Jahren bekannt. In Laucha wurde auch schon gebaut. "Es gab dann aber eine Talsohle", räumt Dr. Werner Markgraf von der Nasa ein. In der lagen die Projekte auf Eis. Nun aber stehe das Angebot wieder - mit der Aussicht auf 80-prozentige Förderung. Die Absicht der Bahn, die Strecke zu erhalten, wurde von den Stadtvätern einhellig begrüßt, ihre Begeisterung über das Angebot zu den Schnittstellen hielt sich dennoch in Grenzen. "Wir haben eine andere Situation als vor zehn Jahren, die Kassen sind leer", machte Lauchas Bürgermeister Werner Bornkessel deutlich. Und Christian Dabbert schlug vor, die Belastung der Kommunen für den Ausbau der Stationen breiter zu verteilen. "Auch die Nachbarn haben ja was davon", so Dabbert, der anregte, der Kreis möge das koordinieren.

Für den Ausbau der Schnittstelle in Freyburg ist laut Panitz eine knappe Million veranschlagt, in Laucha wären noch 200 000 Euro nötig. Die DB Netz übrigens hat schon kräftig investiert, um die Strecke, die derzeit mit maximal 50 Stundenkilometern befahren werden kann, für Tempo 80 fit zu machen. 2010 soll das erreicht sein, sagte Regionalleiter Jürgen Henning. Laut Nasa wird die DB Netz dafür fünf Millionen aufwenden.

Ausschnitt Mitteldeutsche Zeitung Naumburg vom 29.11.2007 zu den Bahnhäfen Laucha und FreyburgMZ29112007_2 (24K)

(Mitteldeutsche Zeitung/Naumburg 29.11.2007)

 
Sonderfahrt kein Schnäppchen PDF Drucken E-Mail

IG Unstrutbahn muss jedes Mal Personal von Bahn AG mieten / Ferkeltaxen und Winzerfest auch 2008 geplant

Mit mehreren Sonderfahrten hat die Interessengemeinschaft Unstrutbahn in diesem Jahr gezeigt: Wir sind hier und die Strecke ist nicht gestorben. Doch jede Sonderfahrt ist mit großem Aufwand verbunden. Und manchmal auch mit völlig unerwartetem Ärger.

Von Grit POMMER

KYFFHÄUSERKREIS. Mit der Bahn zum Winzerfest nach Freyburg - für die Anwohner der Unstrutbahn-Strecke im Kyffhäuserkreis war das in den vergangenen Jahren immer eine angenehme und gern genutzte Option. Konnte man doch stets unbesorgt den Rebensaft genießen, ohne sich über einen promillefreien Rücktransport Gedanken zu machen. Dass dies auch in diesem Jahr wieder möglich war, hatte man einzig der IG Unstrutbahn zu verdanken, die am Winzerfest-Wochenende auf der Strecke Sonderfahrten rollen ließ.

Ihre Mitstreiter indes zogen sich dafür - ob man es glaubt oder nicht - den Unmut einiger Fahrgäste zu. Die nämlich hielten das Ganze für reguläre Fahrten der Bahn AG und wurden sehr zornig, dass sie den Fahrpreis von fünf Euro ab Artern und zwei Euro ab Roßleben nicht mit ihrer Bahn-Card ermäßigen konnten. Trotzdem: Christoph Rommel vom Vorstand der IG Unstrutbahn zeigte sich im TA-Gespräch recht zufrieden mit der Bilanz der Winzerfest-Aktion. Rund 300 Passagiere seien mitgefahren, eine gute Zahl.

Im nächsten Jahr indes wird man sich beim Einsatz von Sonderzügen etwas zurückhat ten müssen. Denn dabei entstünden jedes Mal erhebliche Kosten, berichtet Christoph Rommel. Zum einen lasse sich die Bahn die Nutzung der Strecke bezahlen. Zum anderen müsse man für die Bahnhöfe in Gehofen, Donndorf und Roßleben Personal der Bahn AG engagieren, das die Schranker bedient und sich um den Fahrdienst kümmert. Und da kostet jeder Bahnbedienstete 60 Euro pro Stunde. Geld, das man mil dem Fahrkartenverkauf nicht wieder hereinholen kann, so dass jedes Mal 3- bis 4000 Büro Miese an der IG Unstrutbahn hängen blieben. Bislang, so Rommel, habe man das mit Hilfe großzügiger Sponsoren ausgleichen können. Aber auch die können nicht ewig so viel Geld zuschießen. Und so wird es im kommenden Jahr auf der Strecke der Unstrutbahn aller Voraussicht nach noch ruhiger zugehen. "Im ersten Jahr nach der Einstellung des regulären Fahrbetriebs durch die Bahn kam es uns darauf an, ein Zeichen zu setzen und auf der Strecke deutlich Präsenz zu zeigen", so Christoph Rommel. Mit diesem Nachdruck wird das im nächsten Jahr nicht mehr möglich sein.

Aber einen Ferkeltaxen-Einsatz wie im Juli wolle man auch 2008 gerne wieder auf die Beine stellen, berichtete er. Und auch zum Winzerfest 2008 sollen auf der Unstrutbahn wieder Züge rollen.

Zum Glück hatten die Eisenbahnfans auch überregional zusammen. So kann die IG die Ferkeltaxe günstig von einem Privatunternehmer mieten, der sie praktischerweise auch gleich selbst steuert. Und beim Winzerfest wurde das Geld für die Trassennutzung von der Erfurter Bahn gesponsert, einem Unternehmen, das aus der alten Erfurter Industriebahn hervorgegangen ist.

Man darf also auch weiterhin gespannt sein, wie es mit der Unstrutbahn weiter geht. Und sich schon jetzt auf die nächsten Sonderfahrten freuen.

(Thüringer Allgemeine/Artern 29.11.2007)

 
Fördermittel PDF Drucken E-Mail

Wangen (red). Der Burgenlandkreis hat einen GA-Antrag zur Errichtung von Stellplätzen in Wangen bei der Investitionsbank im September 2007 eingereicht. Der Antrag beinhaltet die Schaffung von 96 PKW-Stellplätzen, 4 Wohnmobilstellplätzen und 3 Behindertenstellplätzen sowie noch benötigte Ausstattungsgegenstände für die Dauerpräsentation.

(Wochenspiegel, Naumburg, 21.11.2007)

 
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© 2013 Die Unstrutbahn - Unstrut-Bahnerlebnis zwischen Naumburg und Artern
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