• Steigen Sie ein!
  • Steigen Sie ein!
  • Steigen Sie ein!
  • Steigen Sie ein!
  • Steigen Sie ein!
  • Steigen Sie ein!
  • Steigen Sie ein!
  • Steigen Sie ein!
Home arrow Presse arrow Presse 2006
Nach Fassbieranstich Debatte um Erhalt der Unstrutbahn PDF Drucken E-Mail

Hauptthema der Kommunalpolitiker beim 13. Unstrutfest in Roßleben

Roßleben/ jos. Zur Eröffnung des 13. Unstrutfestes in Roßleben trafen sich am Sonnabend Kommunalpolitiker aus dem Burgenlandkreis und dem Kyffhäuserkreis, um nach dem tradi- tionellen Fassbieranstich über gemeinsame Probleme zu diskutieren. Hauptthema des kom- munalpolitischen Gesprächs war der Kampf um die Erhaltung der Unstrutbahn. Der Landrat des Burgenlandkreises, Harri Reiche, verwies auf die hohen Investitionen, welche für die tour- istische Erschließung des Fundortes der Himmelsscheibe aufgewendet werden. Der Kreistag des Burgenlandkreises habe sich per Beschluss zur Erhaltung der Bahn bekannt. Zudem sei man dabei, Fahrleistungen des ÖPNV in einem Unfang von 100000 Euro von der Straße auf die Schiene umzuverlegen. Vizelandrat Georg Schäfer und Wirtschaftsamtsleiterin Regina Kirchner vom Kyffhäuserkreis machten deutlich, dass ihr Kreis der Erhaltung der Unstrutbahn und der Kyffhäuserbahn ebenso hohe Bedeutung beimessen. Es exisiert ein Kreistags- Be- schluss zur Erhaltung des Schienenverkehrs, der jedoch unbedingt aktualisiert werden müsste. Gudrun Holbe, Thüringer Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Ver- kehsausschusses, machte deutlich, das man unbedingt für die Erhaltung beider Bahnlinien kämpfen müsse. Nachdem in Artern die Arbeitsargentur geschlossen hat, sei eine akzeptable Verbindung zur Kreisstadt notwendig. Wiehes Bürgermeister Willi Willomitzer äußerte, man könne die wirtschaftlich schwache Region zwischen Nebra und Artern nicht einfach verkehrstechnisch abwerfen. Wiehe habe zwar keinen Bahnanschluss, doch die Stadträte hätten die Bedeutung der Bahn für den Tourismus erkannt. Roßlebens Vizebürgermeister Eberhard Miksch vertiefte diesen Standpunkt. Viele Radwanderer würden auf ihren Touren Abschnitte mit der Eisenbahn zurücklegen. Der Kyffhäuser- und Burgenlandkreis setze mit der Stadt Roßleben auf die Neuerschließung des Kaliflözes. Wenn dies erfolgreich sei, mache sich eine Bahnverbindung für den Abtransport notwendig, sagte Reiche. Im Juni würden sich die zuständigen Landesminister von Sachsen-Anhalt und Thüringen zu Gesprächen treffen, informierte Reiche weiter. Es müsse erreicht werden, dass die Landräte beider Kreise zum Thema Unstrutbahn mitreden dürfen. Die Kommunalpolitiker waren sich einig. Wenn die Bahn am Jahresende auf Thüringer Seite eingestellt wird, ist sie kurzfristig nicht mehr zu reaktivieren und sie wäre dann für die Region für immer verloren.

(Aus Naumburger Tageblatt/ Mitteldeutsche Zeitung vom 30.05. 2006)

 
Report vom “Aktionstag zur Erhaltung der Unstrutbahn” am 14.05. 2006 in Wangen PDF Drucken E-Mail

Wangen/ kp. Die Veranstalter hatten auf dem Festplatz neben der Bahn alles gut vorbereitet: Großes Festzelt, jede Menge Freiluftsitzgelegenheiten, Info-Stände, Modellbahnausstellung, musikalische Unterhaltung und Gastronomie. Es ging schließlich um eine wichtige Sache - die Erhaltung der durchgehenden Schienenverbindung zwischen den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen, welche seit 1889 von Naumburg (Saale) nach Artern (Unstrut) führt und Ende dieses Jahres auf Thüringer Seite stillgelegt werden soll. Das Land Sachsen-Anhalt hat in den Ausbau seines Streckenteils (80 km/h Höchstgeschwindigkeit sind vorgesehen, Einsparungen durch Abschaffung des Parallel-Busverkehrs) vorausschauend investiert! Stillgelegt - obwohl unmittelbar bei Wangen am Fundort der berühmten “Himmelsscheibe von Nebra” gerade ein millionenschweres Touristen-Zentrum im Bau ist. Im gesamten Unstruttal sind historisch ein- malige Sehenswürdigkeiten wie auf einer Perlenschnur aufgereiht. Die ganze Region setzt immer stärker auf den Tourismus: Wasserwanderer und Radler können z.B. mit der Bahn zum Ausgangsort ihrer Exkusionen zurückkehren.
Als dann gegen 11.00 Uhr der erste Nahverkehrszug an dem provisorischen Haltepunkt in Wangen Station machte, wurden manchen Mitstreiter die Augen feucht. Bis 17.00 Uhr hielten übrigens alle Triebwagen (sonder-)planmäßig in Wangen. Bei einem Meeting zur Mittags- stunde waren sie dann alle an einem Tisch: Die Landräte vom Burgenland- und vom Kyffhäuserkreis, die Repräsentanten der Verwaltungsgemeinschaften “Unstruttal” (Freyburg) und “Mittelzentrum” (Artern), die Bürgermeister der Gemeinden und Städte entlang der Strecke, Vorstandsmitglieder der IG Unstrutbahn e.V. und der Chef der “Burgenlandbahn”. Übereinstimmend plädierten sie für den Erhalt der Gesamtstrecke auf ihren 55,5 Kilometern. Dank gilt allen Teilnehmern der “Radler-Sternfahrt nach Wangen” und den per Zug oder PKW angereisten Interessierten, von denen die meisten per Unterschrift für den Fortbestand der Strecke plädierten, sowie den Organisatoren vor Ort und der Burgenlandbahn (BLB). Weiterhin ein herzlichen Dank allen aktiven Helfern auf dem Festplatz. Darüber hinaus gilt ein besonderes Dankeschön dem Freien Radio Naumburg, der DB Netz, der Firma City-Schutz Naumburg, dem Heimatverein Wangen, dem Tiererlebnispark Memleben, Mowi-World in Wiehe, dem Radhaus “Pedalo” aus Artern-Wiehe, dem Radhaus Steinmeyer aus Naumburg sowie dem Team der Landfleischerei Otto aus Wangen für die Mitwirkung und Unterstützung. Nun ist die Thüringer Landesregierung in Erfurt entgültig am Zug. Sie muss die Abbestellung des Verkehrs der Unstrutbahn auf ihrem Territorium revidieren, zumindest aufschieben, um Schaden für beide Länder abzuwenden! Es ist allerhöchste Eisenbahn!

(Aus Amtsblatt der VwG. Unstruttal vom 27.05. 2006)

 
Landrat Hengstermann soll zum Bahnfahren bewegt werden PDF Drucken E-Mail

Polit-Fahrt zur Argentur nochmal verschoben

Eigentlich sollte gestern eine aufschlussreiche Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Roßleben aus zum Sondershäuser Arbeitsamt starten. Die aber wurde verschoben - weil man die wichtigsten Leute zu gerne mit dabei haben möchte.

Kyffhäuserkreis (pom). Für die gestrige Tour hatte Torsten Blümel, der Wahlkreis- mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Kersten Naumann (Linke-PDS), noch eine der schnellsten Verbindungen rausgesucht: 9.16 Uhr wollte man in Roßleben in den Zug klettern und in Artern in den Bus umsteigen, um schon nach zwei Stunden Fahrzeit am Ziel in Sondershausen anzukommen. Bei anderen Verbindungen kann man für die rund 60 Kilometer auch schnell mal drei Stunden brauchen, berichtete Blümel. Die elektronische Fahrplanaus- kunft der Bahn AG jedenfalls biete auch gerne einen Umweg über Naumburg und Erfurt an, weil man damit immer noch ein paar Minuten schneller in Sondershausen ist, als wenn man in Artern auf den nächsten Anschluss wartet. Kurzum, wer nicht mit dem Auto nach Sonders- hausen fahren kann, muss einen ganzen Tag ans Bein binden - und das wollte man mit der Tour Landrat Peter Hengstermann (CDU) und der Nordhäuser Arbeitsamtsdirektorin Simone Simon gern mal ganz augenscheinlich demonstrieren. Allein, beide sagten ab. Herr Hengster- mann hatte bereits einen Termin beim Blinden- und Sehbehindertenverband, Frau Simon habe weiter keine Gründe genannt, so Torsten Blümel. Dabei hätte man gerade sie besonders gern mit im Abteil gehabt, zieht doch ihre Behörde Ende Mai die letzte kleine Außenstelle aus Artern ab. Also sei die Tour, an der auch mehrere Arbeitslose aus Roßleben teilnehmen wol- len, auf den 7. Juni verschoben worden. "Wir hoffen, dass Frau Simon und Herr Hengster- mann sich diesen Termin freihalten können", meinte Torsten Blümel gestern. Peter Hengster- mann versicherte Kersten Naumann unterdessen, ihre Position zum Agentur-Abzug aus Artern zu teilen. Er habe Frau Simon "dringendst gebeten", das nochmals zu überdenken.

(Aus Thüringer Allgemeine/Artern vom 23.05. 2006)

 
Für Erhalt der Unstrutbahn PDF Drucken E-Mail

Kreistag: Landrat soll Gespräch führen

Kreistag: Landrat soll Gespräch führen

VON UNSERER REDAKTEURIN KARIN GROSSMANN

Naumburg. Für den Erhalt der Unstrutbahn als “wichtigste touristische Achse” hat sich der Kreistag des Burgenlandkreises auf seiner jüngsten Kreissitzung am Montag ausgesprochen. Er beauftragte Landrat Harri Reiche, in der Sache mit dem Kyffhäuserkreis und dem Freistaat Thüringen Gespräche zu führen. Ziel soll es sein, den Schienenverkehr auf der Strecke über den Jahreswechsel hinaus um mindestens zwei weitere Jahre zu sichern. In dieser Zeit wird wegen des Himmelsscheibe-Fundorts von Nebra um dem Erlebniscenter bei Wangen mit einem Touristenansturm gerechnet, der sich erheblich auf die Fahrgastzahlen auf der Bahn- strecke auswirken könnte. Der Nahverkehr durch Bahn und Linienbusse zwischen Naumburg und Nebra soll so koordiniert werden, dass die Bahn davon provitiert. Bei teilweiser Ein- stellung von Linienbusstrecken zwischen Naumburg, Laucha und Nebra würden der Personenverkehrsgesellschaft Burgenlandkreis mbH hier keine Mehrkosten entstehen. Eingeräumt wurde in der Diskussion vor der Abstimmung auch, dass die durchgehende Bahn nicht nur für Touristen, sondern auch Einheimische und die Wirtschaft große Bedeutung hat. Das Zementwerk Karsdorf beispielweise hat am Erhalt der Bahn großes Interesse, hießt es. Es sei auch zu bedenken, dass bei teilweiser Einstellung von Buslinien Belastungen auf die Ein- wohner der Finne-Region zukämen. Diese müssten nun mehrfach zwischen Bus und Bahn umsteigen, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Kreisstadt zu gelangen. Bisher wurde eine Buslinie durchfahren.

(Aus Naumburger Tageblatt/ Mitteldeutsche Zeitung vom 17.05. 2006)

 
Gemeinsames Signal PDF Drucken E-Mail

Wangen (ph). Die Unstrutbahn rollte gestern mit doppelten Triebwagen. Hinter jedem Fenster der Züge saßen Leute. Und erstmals seit Jahrzehnten hielten sie wieder in Wangen. Der Aktionstag zum Erhalt der Unstrutbahn machte es möglich. Mit dem Zug, per Rad oder aber Boot kamen gestern viele hundert Bahnfreunde - mit der Unstrutbahn ging es oft retour. Nach bisherigem Willen des Landes Thüringen soll die Bahnstrecke Artern - Nebra ab 2006 abbestellt und endgültig stillgelegt werden. Eine über 100-jährige Geschichte fände ihr Ende. Das ist schlimm genug. Die Bahn, die Sachsen-Anhalt und Thüringen und darüber hinaus ver- bindet, wird gebraucht. Darin waren sich alle, die den Aktionstag mit der Sternfahrt auf die Beine stellten, einig. Und die Resonanz war top. Mehr als 500 am Erhalt der Unstrutbahn Interessierte füllten gestern schon am Vormittag den großen Festplatz in Wangen bei Nebra. Mit der Rad-Sternfahrt sollte ein weiteres Signal gesetzt werden, für den Weiterbetrieb der Strecke im Thüringischen zwischen Artern und Nebra. Bis jetzt gibt es zu der vom Thüringer Verkehrsminister verkündeten Hiobsbotschaft, dass die Strecke ab 2006 tot ist, keine gegenteilige Nachricht. Von der beim Land "agierenden" Arbeitsgruppe herrscht Funkstille. Auf sachsen-anhaltinischer Seite wurde mächtig in die Bahnstrecke investiert. Der Kreistag des Burgenlandkreises will heute einen Beschluss zur Unterstützung der Burgenland- Unstrutbahn fassen. Auf Parallelbusse soll verzichtet werden. Ein Signal auch gen Erfurt. Thüringen steckt im stillen Sackbahnhof. "Da muss was geschehen, damit nicht alles den Bach runter geht, es muss was getan werden" - starteten auch von der Roßlebener Unstrutbrücke gut 20 Radler auf dem Unstrut-Radweg gen Wangen. Auch Bürgermeister Rainer Heuchel (SPD) strampelte mit. Rad gefahren nach Naumburg wird oft - und zurück mit der Unstrut- bahn, die nimmt die Räder gratis mit. Die Bottendorfer Familie Cöln mit Mutter, Vater, Sohn und die Schneiders waren dabei. Vom Projekt "Zeitensprünge - Eine Zeitreise aufs Abstell- gleis" im Roßlebener Jugendclub erzählte Kerstin Herzau vom Interesse am Erhalt. Auch am Roßlebener Bahnhof war gestern mehr Betrieb als gewöhnlich. Senioren der Kalistadt stiegen zu, trafen sich als Ehemalige des Ziegelrodaer Forstes. "Fürs Gymnasium ist die Bahn doch wichtig", brachte Hannelore Thanheiser einen weiteren Aspekt in die Runde. Mit Enkel Maximilian (6) fuhr sie nach Wangen. Wolfgang und Hildrud Heidenreich unterstützen im Verein Interessengemeinschaft Unstrut-Bahn, nicht nur weil´s jede Woche mit dieser zu den Enkelkindern nach Sömmerda geht. "Man darf das Netz nicht zerreißen lassen, eine ganze Region abkoppeln", machen sie sich stark. Auf Berufsschüler, wachsenden Tourismus im Tal wird unter anderem verwiesen - auf das gerade entstehende Erlebniscenter Himmelsscheibe. "Hier muss was passieren, es kann nicht sein, dass die Bahn stillgelegt wird und niemand zuckt", hatten Bahnfreunde um Thomas Müller im Vorjahr die Bürgerbewegung für den Erhalt beispiellos belebt, Mitglieder des Vereins Interessengemeinschaft Unstrutbahn waren gestern überall informativ und sichernd mit im Einsatz. Was den Landesregierungen noch nicht glückte, zeigte der Aktionstag von Wangen eindrucksvoll länderübergreifend. Die Landräte vom Burgenlandkreis, Harry Reiche, und dem Kyffhäuserkreis, Peter Hengstermann (CDU), die VG-Vorsitzenden Mittelzentrum und Unstruttal und alle Bürgermeister entlang der Strecke, so auch jene aus Artern, Wiehe, Roßleben, setzten ein wichtiges Signal. Auf eine Antwort aus Erfurt wird überall gewartet. Beeindruckt zeigte sich indes auch der Chef der unterstützenden Burgenland GmbH und hofft, dass der Wunsch vor allem Erfurt erreicht, eventuell noch ein Umdenken erwirkt.

(Aus Thüringer Allgemeine/ Artern vom 15.05. 2006)

 
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 64 - 72 von 87
© 2013 Die Unstrutbahn - Unstrut-Bahnerlebnis zwischen Naumburg und Artern
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.