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Sparschein PDF Drucken E-Mail
thueringer_sparschwein (35K)

(Aus Thüringer Allgemeine/Artern 07.11.2006)

 
STICH-WORT - Wandel PDF Drucken E-Mail

Von Renate RUSCHE

War es vor gar nicht allzu langer Zeit selbstverständlich, dass man von jedem halbwegs günstig gelegenen Ort mit der Bahn in die Welt kam, es auf Bahnhöfen Fahrkartenverkäufer und in den Bahnhofsgaststätten ein Feierabendbier, Schnitzel mit Ei, zumindest aber Bockwurst und Brühe gab, gibt es vielerorts heute nichts mehr von alldem. Der Fortschritt hat seinen Preis. Wenn keiner mit Kyffhäuser- und Unstrutbahn fährt, werden sie stillgelegt. Da braucht man keine Fahrkartenverkäufer, Schaffner, Bahnhöfe und Gaststättenbedienungen mehr. Denn der Fluch des Wandels ist auch, das alles sich rechnen muss.

(Aus Thüringer Allgemeine/Artern 07.11.2006)

 
KBS 585 Naumburg - Artern PDF Drucken E-Mail

(mha) Wie geplant endet mit dem Fahrplanwechsel der SPNV zwischen Nebra und Reinsdorf (- Artern). Als Ersatz wird die Buslinie Eisleben -Querfurt - Nebra bis Roßleben verlängert, wo in Richtung Artern umgestiegen werden muss. Damit dürfte das Aus der Unstrutbahn im thüringischen Teil nur noch eine Frage der Zeit zu sein, da es auch keinen Güterverkehr mehr gibt. Die DB Netz AG wird nun wohl Anfang 2007 das Stilllegungsverfahren einleiten. An besetzten Betriebs; teilen sind noch die Bahnhöfe Roßleben und Gehofen (letzterer mit Formeinfahrsignalen) vorhanden; hinzu kommt der Schrankenposten in Donndorf. Doch auch auf dem verbliebenen Abschnitt wird der Fahrplan unattraktiver und unwirtschaftlicher, denn statt wie bisher einer Kreuzung in Laucha gibt es dann zwei in Freyburg und Vitzenburg, Der an dieser Stelle schon angekündigte Rückbau des Bahnhofs Vitzenburg zum Hp ist damit erst einmal vom Tisch. Mit der Fahrplanänderung wird nicht nur ein dritter Triebwagen im Umlauf gebunden, sondern es verschlechtern sich auch in Naumburg die Anschlüsse in Richtung Halle auf 20 und in Richtung Erfurt auf runde 30 Minuten. Dafür wird ein ICE-Anschluss von/nach München möglich.

Seit 04.10. bis vsl. 19.11. wird das Streckengleis Laucha - Karsdorf saniert, wobei es im Gesamtabschnitt Laucha - Nebra SEV gibt. Zuvor wurde in Freyburg das Überholungsgleis 3 erneuert, das ab Dezember vsl. als Regelkreuzungsgleis genutzt wird. Gegenwärtig findet nur morgens eine Zugkreuzung in Freyburg statt.

(Aus Bahn-Report - Ausgabe 6/2006)

 
KBS 585 Naumburg - Artern PDF Drucken E-Mail

Die schon vor längerer Zeit - unabhängig von der unlängst erfolgten Kürzung bei den Regionalisierungsmitteln - beschlossene und an dieser Stelle gemeldete Einstellung des Reisezugverkehrs auf dem thüringischen Abschnitt der Unstrutbahn wegen zu geringen Fahrgastaufkommens wird trotz mehrerer Protestaktionen eines zum Erhalt der Strecke gegründeten Vereins wie geplant zum kommenden Fahrplanwechsel am 10.12.2006 umgesetzt. Der auf der Internetseite der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) veröffentlichte Fahrplanentwurf vom August 2006 umfasst nur noch den in Sachsen-Anhalt gelegenen Abschnitt.

(Aus Drehscheibe - Ausgabe 195/November 2006)

 
Nicht die Butter vom Brot nehmen lassen PDF Drucken E-Mail

Ab dem 10. Dezember ist die Unstrutbahn Geschichte. Der Freistaat hat kein Geld mehr dafür übrig. Nun zeichnen sich bereits erste Nachhutgefechte um die Busverbindungen ab - zunächst in der Stadt Wiehe.

WIEHE. Was im öffentlichen Nahverkehr bleibt, wenn die Unstrutbahn geht, das sind vornehmlich die Busverbindungen. Um deren Ausrichtung bahnt sich ein Streit an, der unmittelbar zwei benachbarte Kommunen, die Stadt Roßleben und die Stadt Wiehe, betrifft. Auf der Bürgerversammlung in Wiehe anlässlich der Kreisbereisung des Landrates gab´s gleich mal im Saal des Stadtparks einen Vorgeschmack. Auch wenn die Rankestädter betonen, dass sie natürlich nichts gegen die Kalistädter haben, hört in Sachen Busverkehr die Freundschaft offenbar auf. Wiehes Bau- und Ordnungsamtschef Bernhard Kammel machte nämlich deutlich, dass es aus seiner Sicht viel sinnvoller wäre, wenn der Bus folgendermaßen führe: von Nebra aus über Wangen, Memleben, Wohlmirstedt und Allerstedt gleich bis Wiehe statt von Nebra über Memleben gen Roßleben. Es gehe doch schließlich maßgeblich darum, die erwarteten Touristenströme künftig richtig zu lenken. Und zwar von der "Arche Nebra" (Himmelsscheiben-Center) auf möglichst direktem Weg zur Modellbahn in Wiehe, zum Wandern in die Hohe Schrecke und natürlich zur neuen Tourist-Information im Stadtpark Wiehe. Seitens des Kreises hieß es, dass man Ersatz für den Wegfall der Unstrutbahn geschaffen habe. Im Zwei-Stunden-Takt würden Busse der Verkehrsgesellschaft Südharz auf der Strecke Nebra-Roßleben fahren. Von dort gehe es nach dem Umstieg über Bottendorf gen Artern weiter oder eben von Roßleben nach Wiehe gen Artern. In Roßleben müsse man also umsteigen, um nach Artern zu kommen, wo zeitnah Anschlüsse an Bus und Bahn möglich seien - die Verbindungen habe man koordiniert. Ex-Bürgermeister Willi Willomitzer jedenfalls machte sich angesichts der ungünstigen Umstände für Wiehe Luft: "Das ist das Grenzdenken, daran kranken wir." Er plädierte dafür, dass der Knotenpunkt, von dem aus sich die Busse ver teilen, die Endstation der Bahn sein müsste. Also Nebra, nicht Roßleben.

(Aus Thüringer Allgemeine/Artern 03.11.2006)

 
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© 2013 Die Unstrutbahn - Unstrut-Bahnerlebnis zwischen Naumburg und Artern
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